Differdinger Stadtmusik reist nach Ahlen

Am 1. September eröffnet die „Differdinger Stadtmusik“ die Spielzeit der Kulturgesellschaft in Ahlen/Westfalen: Mit der „Rock-History“, einem Konzert in der Stadthalle Ahlen, das die verstorbenen Größen der Pop- und Rockgeschichte lebendig werden lässt. 35 Musiker, genauso viele wie die Städtepartnerschaft zwischen Ahlen und Differdingen an Jahren zählt, „rocken“ ihr Publikum mit den großen Hits von Queen, Nirvana, den Beatles, David Bowie, Amy Winehouse und vielen anderen. Die Differdinger Stadtmusik hat es sich zum Ziel gemacht, die bekanntesten Musiklegenden, die sich auf jeder guten Playlist tummeln, neu auferstehen zu lassen.

„Für alle Fans, Groupies und Anhänger der Rock-Musik, bietet das Konzert am 1. September eine einmalige Gelegenheit, diese Welt voller Energie und Rhythmus zu erleben“, freut sich Christoph Wessels, Fachbereichsleiter für Kultur der Stadt Ahlen, auf den Auftritt der Künstler, die zum ersten Mal nach Ahlen kommen. Renate Franke, Vorsitzende der Kulturgesellschaft, ist überzeugt: „Da wird Qualität geboten.“ Die Spielzeiteröffnung habe immer dazu gedient, Außergewöhnliches auf die Bühne zu bringen, das nicht von der Stange kommt. Das Konzert der „Stadtmusik“ dürfe sich in diese Tradition mit Fug und Recht einreihen.

Positiv überrascht von der Professionalität des Orchesters ist Stadthallen-Geschäftsführer Andreas Bockholt. Den kompletten Tag vor dem Konzert werden die Stadtmusiker für ihre Proben nutzen. Schon im Mai war ein vierköpfiges Vorbereitungsteam in Ahlen, um sich die Halle anzusehen. „Das ist schon ungewöhnlich, aber vor allem ein Beispiel für gelebte Städtepartnerschaft“, ist Bockholt von der kulturellen Kooperation über Ländergrenzen angetan.

Dass die Ahlener Stadthalle „schon eine große Nummer“ ist, räumt Orchesterpräsident Michel Meisch gerne ein. Auch in Differdingen sei bekannt, dass Ahlen über eine reichhaltige Landschaft an Bands und Musikgruppen verfügt. „Wir werden uns verstehen, nicht nur musikalisch“, ist Meisch sicher. Zurzeit laufen die Proben des Orchesters, dessen Anfänge bis ins Jahr 1884 zurückreichen, auf vollen Touren. Geleitet wird die Formation seit drei Jahren vom Chef d’orchestre, Gilles Krein, einem früheren Perkussionisten der Stadtmusik, der an den Konservatorien von Luxemburg-Stadt und Brüssel, sowie an der Hochschule für Musik in Saarbrücken sein Fach gelernt hat.